Arbeitsplatzuntersuchung

In den letzten Jahren hat eine große Zahl von elektrischen Geräten für Kommunikation und Verwaltung im Büroalltag Einzug gehalten.

Mit der Zahl an elektrischen Geräten hat sich nicht nur die Arbeitsgeschwindigkeit und Produktivität erhöht, sondern auch die gesundheitliche Be­lastung der Menschen, die dort arbeiten. Denn viele Geräte erzeugen elektromagnetische Felder und Wellen. Wie ist die elektromagnetische Belastung am Büroarbeitsplatz aus ge­sundheitlicher Sicht einzuschätzen und wie kann man sich davor schützen?

Computer, Notebooks und Computerbildschirme

Die Strahlung, die von Bildschirmen ausgeht, ist sehr gering. Und auch die LCD-Monitore, die heute praktisch an jedem Arbeitsplatz stehen, verursachen so geringe elektromagnetische Felder, dass von ihnen kein Risiko für die Gesundheit zu erwarten ist. Sie alle halten wie auch die Notebook-Monitore die so genannte TCO-Norm ein. Diese wurde 1991 von der schwedischen Angestell­ten-Gewerkschaft TCO für die damaligen Röhrenmonitore vorgelegt, nachdem sich immer mehr schwedische Büroan­gestellte über Kopfschmerzen, geschwollene Schleimhäute, trockene Augen und ein andauerndes Grippegefühl sowie Ausschlag im Gesicht beklagt hatten. Obwohl die TCO-Norm bis heute nicht rechtsverbindlich ist, setzte sie sich in den nachfolgenden Jahren weltweit durch.

TIPP: Bei Notebooks ist die stärkste Feldquelle das Netzteil. Dieses sollte man z.B. auf dem Boden oder hinter dem No­tebook mit mindestens einem Meter Abstand zum Kopf des Nutzers positionieren.

Wie lässt sich die Strahlenbelastung reduzieren?

Wirre Verkabelungen am Schreibtisch führen speziell an Arbeitsplätzen mit leitenden Materialien ( z. B. Metallverbindungen) zu starken elektromagnetischen Feldern. Durch WLAN, Bluetooth und Schnurlostelefone entstehen starke Hochfrequenz Belastungen.

Werden diese Strahlenbelastungen auf ein Minimum reduziert, verschwinden meist die Beeinträchtigungen wie z. B. Kopfschmerzen, Unruhegefühl, Bluthochdruck, Verspannungen, Konzentrationsstörungen, reduziertes Leistungsvermögen usw.

Durch die Messung der Strahlenbelastung werden Störfelder lokalisiert und Lösungsvorschläge zur Reduzierung und Vermeidung erarbeitet.

Wussten Sie schon, dass Arbeitsplatzuntersuchungen preiswerter sind als ein Krankheitstag eines Mitarbeiters?

Ein achtsamer Umgang mit der zur Verfügung stehenden Technik ist für uns alle zum Vorteil und von Nutzen!

Elektro-Hyper-Sensibilität (EHS) am Arbeistplatz

Wie dieser Fall aus Madrid zeigt, kann EHS zu Erwerbsunfähigkeit führen. Madrider Obergericht erkennt Rentenbezugsrecht wegen WLAN am Arbeitsplatz an.

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